Geistliche Impulse/Andachten zum Pflücken

Wo bitte geht´s zu Gott?

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Der Regisseur Wim Wenders bekennt in einem Interview: „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich ein gläubiger Christ bin. Ich habe auch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin. Ich bin dann Protestant geworden und heute eher ein ökumenischer Christ, der von beiden das Beste will.“

Wim Wenders macht kein Geheimnis daraus, dass er verschiedene Türen ausprobiert hat, durch die er einen Zugang zu seinem Gott bekommt. Den Kirchen ist es immer noch suspekt, dass Menschen sich ihren eigenen Glauben basteln. Dass sie verschiedene Türen öffnen, sich umschauen und mitnehmen, was ihrem Wohl dient.

Es gab Zeiten, da waren Menschen nicht so frei wie Wim Wenders. Sich das Beste von einer anderen Konfession holen oder diese sogar wechseln, galt lange Zeit als Ding der Unmöglichkeit. 

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Eine originelle Ausnahme gab es im 19. Jahrhundert in Weiden in der Oberpfalz. Dort gab es am Markt die evangelische Mohren-Apotheke (heute müsste sie sicher einen anderen Namen tragen ;-)). Und nur vier Häuser weiter führte ein katholischer Kollege die Marien-Apotheke. Der evangelische Apotheker der Mohren-Apotheke war jedoch nicht besonders wohlgelitten. Auch nicht bei seinen evangelischen Glaubensgeschwistern. Die ließen sich lieber vom katholischen Marienapotheker mit Arzneien versorgen. Es war ihnen jedoch unangenehm, dabei vom evangelischen Apotheker beobachtet zu werden. Da kam der katholische Marien-Apotheker auf die pfiffige Idee, für sein Geschäft einen zweiten Eingang zu schaffen. Der lag um die Ecke in einer engen Gasse und war vom evangelischen Kollegen nicht einsehbar. Im Volksmund galt der neue Eingang als „evangelisches Türl“. Der ursprüngliche Eingang wurde „katholisches Türl“ genannt.

Die Idee der zwei Türen wirkt auf den ersten Blick wie eine Trennung der Konfessionen. Es ist jedoch ein zutiefst ökumenisches Projekt. Ein Ort der Begegnung entsteht. Konfessionsverbindend. Und, o Wunder, das Angebot ist für alle das gleiche. Und der Preis ist es auch. 

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Ich stelle mir dazu ein Bild vor, wie es im Mittelalter weit verbreitet war. Über dem Tresen steht geschrieben: Die geistliche Apotheke. „Kommet her, und kauft ohne Geld und umsonst.“ (Jesaja 55,1) Hinterm Tresen steht Jesus als Apotheker. In seiner linken Hand hält er eine Waage. Rechts vor ihm auf dem Tisch stehen ordentlich aufgereiht Gefäße mit den Aufschriften: „Geist der Weisheit. Des Rates. Der Kraft. Des Heils. Der Liebe. Des Friedens. Einigkeit. Glaube. Hoffnung. Geduld. Beständigkeit. Gesundheit. Langes Leben. Ewige Seligkeit.“ Vorne in der Mitte steht eine Flasche, gefüllt mit einer roten Flüssigkeit: „Aqua Vitae“, Wasser des Lebens. Mit der Rechten fasst Christus in einen braunen Leinensack, der mit Kreuzenzian gefüllt ist. Jesus wird mit dem Kreuzenzian das aufwiegen, was mit allem Gold der Welt nicht aufzuwiegen ist: Liebe, Frieden, ewige Seligkeit. Den Preis bezahlt er. Für mich ist alles umsonst, gratis oder – wie es dies lateinische Wort ursprünglich meint: aus Gnaden.

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Gott sei es gedankt, muss heute in Deutschland in der Regel niemand mehr ein Geheimnis darum machen, welcher Konfession er angehört. Ich kann meinen Glauben frei leben. Ich kann verschiedene Türen öffnen, um die Arznei zu finden, die meiner Seele gut tut. Bis sie frohlockt und singt (EG 66,7):

 

„Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden: Komme, wen dürstet, und trinke, wer will! Holet für euren so giftigen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll! Hier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.“ 

 

Eine gute Woche

 

Arno Wittekind, Christine Rosner, Dominik Kettling und Johannes Ditthardt

Der Sehnsucht nachgehen

1
Noch ein paar Schritte, dann weitet sich der Blick. Hinaus aus dem Gang durch die Türe. Die Sonne strahlt schon herein in die alten Gemäuer des Schlosses. Sie zeigt den Weg, den ich zu gehen habe, dem Licht entgegen. Draußen vor der Türe erkenne ich die Bäume des Schlossgartens, draußen weitet sich der Blick über das spätsommerliche Flusstal.
 
Doch noch muss ich sie aushalten, die Beengtheit. Noch sind Schritte zu gehen durch den Gang, der von draußen erhellt wird. Hinter mir lasse ich den bergenden Schlosshof mit den schützenden Mauern. Hinter mir lasse ich das, was ich kenne, und das, worin ich mich auskenne. Was werde ich sehen, wenn ich an der Türe stehe? Wohin wird der Weg gehen, der mich vor der Türe erwartet?
 
2
Und doch, die Neugierde lässt mich weitergehen – und auch die Sehnsucht: Die Sehnsucht, das Bekannte, das Bergende, aber Beengende hinter mir zu lassen und das Weite zu suchen. Ich spüre, ich muss die Schritte tun ins Ungewisse, wenn ich weiterkommen will im Leben, wenn ich mich weiterentwickeln will. Aufbruch ist angesagt.
 
Sehnsucht treibt mich voran. Ein paar Augenblicke nehme ich mir Zeit für Abschied und Aufbruch. Was wünsche ich mir denn für mein Leben, für meine Zukunft, für die Zukunft (meiner Kinder und) der Menschen um mich herum, für die Zukunft unserer Gemeinde(n)?
 
Ich merke, wie sich die uralten Sehnsüchte der Menschheit in mir zu Wort melden. Glück, Liebe, ein Leben in Freiheit. Der Wunsch, heil zu bleiben an Leib und Seele, gesund und beweglich. Der Wunsch in heiler Natur mit ausreichend Mitteln zum Leben und in Frieden leben zu können.
 
3
Ich spüre aber zugleich, dass diese Sehnsüchte bedroht sind und bedroht werden. Ich spüre, dass die Sehnsucht nach heiler Welt nicht in Erfüllung gehen muss. Weder für
mich persönlich noch für unser Land, unsere Kirche oder die Welt. Garantien für ein gelingendes Leben haben wir nicht. Scheitern gehört zu meiner, zu unserer Existenz.
 
Ich spüre die Bedrohungen und weiß zugleich: Seelische Belastungen können krank machen. Innere Nöte schlagen auf die Gesundheit. Die nötigen Veränderungsprozesse in den Kirchen machen Sorge, weil Vertrautes auf dem Spiel steht. Ich spüre aber auch: Der Rückzug in die Schlossmauern ist keine Alternative. Zu sehr lockt der Blick in die Weite, die Sonne, das Licht.
 
4
Was könnte mir Kraft geben für den Aufbruch und Mut für das Weitergehen? Mein Blick geht die Mauer des Ganges entlang und fällt auf die Christusfigur an der Wand. Hier, zwischen drinnen und draußen, hier im Übergang finde ich das Zeichen, dass ich nicht alleine unterwegs bin. Nicht alleine mit meinem Sehnen nach einer besseren Welt und einem gelingenden Leben. Nicht alleine mit meinem Scheitern. Nicht alleine mit meinen Sorgen und Ängsten.
 
Zwischen drinnen und draußen Christus, der mich mit ausgestreckten Armen am Kreuz begleitet. Im Übergang der, der alle Sehnsucht nach Heil mit mir teilt und der schon in den verlassensten Orten überhaupt gewesen ist. Er ist an der Seite, an meiner Seite auf dem Weg zwischen Vergangenheit und Zukunft, auf dem Weg zwischen Bekanntem und Erhofften. Der Blick auf die Seite gibt Kraft, macht Mut zum Weitergehen und hält die Sehnsuchtsbilder am Leben. Dieser Blick auf die Seite gibt Hoffnung, dass sich diese Sehnsucht erfüllen wird.
 
Ein paar Schritte noch, dann bin ich draußen. Ein paar Schritte noch und in mir klingt leise die Melodie eines neuen Kirchenliedes an: „Dass du Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott“.

Eine gute Woche wünschen Ihnen

Arno Wittekind, Christine Rosner, Dominik Kettling und Johannes Ditthardt

Engel - Gesichter der Liebe

Engel sind Gesichter der Liebe
„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder,
sondern macht sichtbar."
Paul Klee
 
1
So ein zarter Engel, wie mit einem Stift hingehaucht. Er hat die Hände im Schoß liegen, die Flügel sind erhoben, die Augen niedergeschlagen. „Vergesslicher Engel“ heißt die Zeichnung, darum meint man, in der Haltung des Engels etwas Verschämtes zu sehen. Wir wissen nicht, warum der Engel „ver-gesslich“ genannt wird und was er vergessen haben könnte, wir wundern uns aber, dass es so etwas geben soll – einen „vergesslichen“ Engel.
 
Ach nein, wundern wir uns besser nicht. Jeder und jede hat eine Vorstellung von Engeln, warum also nicht auch von einem „vergesslichen“ Engel. Paul Klee, der Sohn eines Deutschen und einer Schweizerin, liebte Engel als „geflügelte Misch-wesen“ zwischen Himmel und Erde, zugleich die Nähe und die Ferne des Himmels anzeigend.
 
2
Paul Klee war auch zu Lebzeiten schon sehr bekannt. Es soll allein um die achtzig Engelbilder und -zeichnungen von ihm geben, einige aus den letzten Lebensjahren, als er schon von Krankheit gezeichnet war. Außerdem lebte er – nicht in der Schweiz eingebürgert – wie auf der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Das schützte ihn einerseits vor den Nationalsozialisten, andererseits machte es ihn aber verdächtig für Schweizer Behörden – auch wegen seiner Kunst, die in Deutschland als „entartet“ bezeichnet wurde und von Schweizer Behörden als „eine Beleidigung gegen die wirkliche Kunst und eine Verschlechterung des guten Ge-schmacks“ beurteilt wurde.
 
Da hilft es, der Kraft eines Engels zu vertrauen – oder man fürchtet sich, der Engel könne einen vergessen.
 
3
Man empfindet ja immer wieder einmal, der Engel könne einen vergessen haben. Diese Empfindung ist, wie jede Empfindung, berechtigt. Sie muss aber deswegen noch nicht stimmen. Im biblischen Satz (Psalm 34,8) zum Fest des Erzengels Michael und aller Engel heißt es: Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.
Engel sind also nicht „einfach so“ da, sondern erwarten etwas von mir: meine Ehrfurcht vor Gott, meine Furcht des HERRN. Das heute weit verbreitete Geplauder und Geplapper von und über Engel hat in der Bibel keine Begründung. Die Bibel erwartet, dass ich Gott ehre, um seinen Engel in meiner Nähe zu wissen. Engel sind nicht irgendwelche Wesen, sondern Boten und Helfer Gottes. Und wer einen Engel in seiner oder in ihrer Nähe weiß, hat niemandem anderes als Gott dafür zu danken.
 
4
Was wir auf Erden von Gott sehen können, sind Engel. Es geht dabei nicht um ihr Aussehen, um Kleidung, um Flügel oder nicht – es geht um ihren Dienst in meinem Dasein, um ihr Mitempfinden bei der Schwere des Lebens und den Trost, den sie mir vermitteln. Engel können Vertraute sein aus der Familie, der Nachbarschaft, den Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz – es können aber ebenso vollkommen Fremde sein.
 
Engel wissen oft nicht, dass sie Engel sind. Sie werden es in dem Moment, in dem sie empfinden: Jemand braucht mich. Sie denken dann nicht lange oder gar nicht nach, sondern sind einfach zur Stelle. Oft erwarten sie keinen Dank oder sind schon weg, bevor ich danken kann.
 
Dann danke ich Gott für den Dienst der Engel.
 
5
Oder ich weiß, dass ich jetzt Engel sein kann und zu sein habe. Nicht, weil ich lange überlegen muss und es dann beschließe, sondern weil ich in einem bestimmten Augenblick nicht anders kann. Ich werde zum Engel; und ich staune hinterher manchmal, wie das alles kam und wozu ich plötzlich fähig war. Oder, leider – was auch sein kann – ich verpasse den einen Moment, in dem ich zum Engel werden könnte; ich vergesse ihn und gräme mich wie der Engel des Paul Klee auf dem Bild. Dann aber schärfe ich meinen Blick für das nächste Mal und hoffe, dann in den Dienst Gottes treten zu können. Den Dienst, den ich mir auch erhoffe in den Stunden der Trauer. Der Engel des Herrn ist nahe denen, die mit Freude auf Gott schauen
Engel sind Gesichter der Liebe. Also auch deins und meins.

Eine Gute Woche wünschen Ihnen Ihre

Arno Wittekind, Christine Rosner, Dominik Kettling und Johannes Ditthardt

Die Paradiesbäume

(von Arno Wittekind)

Was macht ein Prediger eigentlich mit einem Bibeltext, wenn er über ihn gepredigt hat? Ist er dann mit ihm fertig? Nein. Er oder sie bleibt dem Bibeltext weiterhin ausgeliefert. Gestern war die Erzählung von Adam, dem Garten Eden und der gelungenen Partnersuche dran. Und ich bin weiterhin beunruhigt und aufgewühlt von der Aktualität der Worte.

Gott bringt den Menschen in den von ihm liebevoll angepflanzten Garten Eden. Er soll ihn bebauen und ihn bewahren. In der Mitte Edens stehen zwei Bäume. Zum Baum des Lebens hat der Mensch freien Zugang. Er darf seine Früchte genießen. Doch zum Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen erlässt Gott eine Abstandsregel: „Iss nicht davon! Bitte überlass ihn mir! Denn wenn Du die Entscheidung über Gut und Böse in die eigene Hand nimmst, dann geht das mit der Bewahrung der Schöpfung schief. Dann geht es nicht mehr um das Gute, sondern um das, was Dir nützt und was Profit abwirft. Dann wird aus dem Bebauen der Raubbau. Bitte lass dir sagen, was gut ist! Frag nach dem Gebotenen, und Du wirst leben! Isst Du vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, dann verlierst Du den Zugang zum Baum des Lebens. Dann folgen Zerstörung und Tod.“

Im Grunde hat der Mensch die Wahl zwischen den beiden Bäumen. Fragt er nach dem moralisch Gebotenen, wählt er das Leben. Folgt er seinem persönlichen Nutzen, wählt er den Tod.
Der Bonner Philosoph Markus Gabriel schreibt in der WAZ von Samstag Ähnliches zu unserem Verhalten in der augenblicklichen Krise: „Ich sag’s in aller Härte: Entweder sind am Ende alle tot oder das Gute gewinnt.“
Am gleichen Wochenende fliegt der Brasilianische Präsident Bolsonaro über den brennenden Urwald, um seine Anhänger zu besuchen, und das Flugzeug muss zu einer zweiten Landung ansetzen, weil der Rauch zu undurchdringlich ist.
US-Präsident Trump zögert nach dem Tod der 87jährigen Richterin Ruth Bader Ginsburg nicht, auf die Schnelle eine ihm genehme neue Richterin in den Supreme Court zu berufen, damit auch das Recht in Zukunft seinen Interessen nicht mehr im Wege steht.
Und der neu gewählte Generalsekretär einer deutschen Kleinpartei fordert vollmundig die Befreiung des Wirtschaftslebens von Regeln und Steuern, damit es bald wieder aufwärts geht.
Wo der Mensch ganz dereguliert seiner Gier folgt, brennt nicht nur der Wald, sondern Gerechtigkeit und Menschlichkeit folgen in den burn-out. Vom Garten Eden an blendet die Menschheit aus, dass die Befreiung von der Frage nach dem Gebotenen die Ursache des gegenwärtigen Elends ist und nicht dessen Lösung.
Ich bin weiterhin beunruhigt und aufgewühlt von dem uralten und aktuellen, von diesem „uraktuellen“ (HH Pompe) Bibelwort. Und ich hoffe, alle, die diesen Text gestern gehört haben, sind es auch.

 

Leben heißt: Beachtet sein

Gedanken zum Evangelium Lukas 15,11-32


1
Ein Arm ist nach oben gerichtet. Es ist ein linker Arm. Er ist leicht angewinkelt, also noch nicht ausgestreckt, aber doch deutlich nach oben gerichtet. Der Oberarm trägt ein Kleidungsstück, der Unterarm ist unbekleidet. Die Hand am Ende des Armes formt etwas durch die Gestalt der Finger. Man kann alle Finger sehen, nichts an ihnen wirkt verkrampft. Die Form der Finger deutet an, dass gleich etwas in die Hand genommen werden könnte. Eine Stange vielleicht, oder eine Art Geländer, das sich oben befindet wie in einem Bus. Oder eine andere Hand, die von irgendwoher kommt.
Das auf den ersten Blick schlichte Bild ist auch ein großes Sinnbild. Wir kennen eine solche Haltung des Arms und der Hand. Es ist, gleichermaßen, ein Suchen und ein Erwarten. Man kann auf diese Weise nach etwas greifen oder von etwas ergriffen werden. Gute Bilder laden dazu ein, bei ihnen zu verweilen, sie länger zu betrachten und sich eine Geschichte hinter dem Bild zu erzählen.
 
2
Die Geschichte hinter der Geste, hinter dem Bild, könnte ganz unterschiedlich erzählt werden.
Will dieser Arm und die Hand nach etwas greifen – oder will er oder sie ergriffen werden. Welche Erwartung liegt in der Geste? Will ich etwas haben, was ich jetzt brauche – oder erwarte ich etwas, was jetzt gleich zu mir kommt? Bin ich mit dieser Geste eher der oder die Handelnde – oder komme ich dem Handeln eines oder einer anderen entgegen? Will ich greifen – oder ergriffen werden?
Im Ergebnis bleibt beides gleich; nur meine Einstellung ist eine andere. Richte ich mich aus? Oder antworte ich auf etwas, was mir entgegengehalten wird?
 
3
Wenn uns eine solche Hand begegnet, dann stehen eben durchaus diese unterschiedlichen Beweggründe hinter dem Menschen, der sie ausstreckt. Egal wer er ist, und was ihn dazu veranlasst, er will und sollte beachtet und in seinem Anliegen wahrgenommen werden.
Jeder Mensch will gefunden werden. Im Gefundenwerden liegt Bedeutung. Und um gefunden zu werden, kann man entweder abwarten oder sich auf die Suche machen nach jemandem, der mich finden soll. Man kann entdeckt werden – plötzlich, wie zufällig; man kann aber ein Entdecktwerden auch gründlich vorbereiten, indem man auf sich aufmerksam macht.
Beides ist möglich, nichts davon ist verkehrt oder gar falsch. Weil wir das zum Leben brauchen wie Atmen, Essen und Trinken: Wir wollen beachtet sein. Beachtet sein gibt uns Bedeutung. Und Bedeutung zu haben ist Teil des Lebenssinns.

4
Das Schlimmste, was dem einen Sohn im Gleichnis vom „verlorenen“ Sohn (Lukas 15,11-32) widerfährt, ist weniger sein armseliges Leben im Stall neben den Trögen für die Schweine.
Da war er plötzlich gelandet, nachdem er sein Leben bisher immer auf der Sonnenseite gelebt hat. Die Familie hatte er verlassen, um eigenen Wege zu gehen. Nach erfolgreichen Durchstarten, dann die Katastrophe, alles geht schief: Geld weg – Freunde weg.   
Ich glaube, das Schlimmste, was er da empfindet, ist sein „Unbeachtetsein“, sein „Herausgefallensein“ aus aller Welt. Niemand sieht ihn dort, niemand achtet auf ihn, er ist ein durch und durch Unbedeutender – noch nicht einmal die Schweine brauchen ihn ja, nur er braucht sie beziehungsweise ihre Nahrung. So muss er empfinden. Zugleich empfindet er natürlich, dass er diesen Zustand selbst verschuldet hat. Seine Eigenwilligkeit, sein Aufbegehren gegen das Leben daheim hat ihn in diese Lage gebracht. Er ist, wie man so sagt, „verraten und verkauft“.
Er empfindet sich als so tief unten, dass er das Schwerste überhaupt beginnt: eine Art Selbstdemütigung, nämlich den Rückweg dahin, wo er einst unbedingt weg wollte. Jetzt zurück mit der Erkenntnis: Es war ein Fehler, den ich nicht wieder gut machen kann, aber ich will dahin zurück, wo ich beachtet wurde... was wird geschehen??
Wie sehr er daheim dann wirklich aufgenommen, erwartet und beachtet wurde, konnte er nicht erwarten, und hat er wohl noch nicht einmal erhofft.
 
5
Leben ist nur Leben, wenn es beachtet wird. Darum haben es heute so viele nötig, wie sie meinen, auf sich aufmerksam zu machen mit Lautstärke oder anderem schrillen Auftreten. Die Coronazeit hat aber auch deutlich gemacht, wie viele Menschen aus unserem Blick geraten und „Vergessene“ sind.
Es gibt bei Menschen die (manchmal auch sehr) berechtigte Furcht, nicht wahrgenommen zu werden, unbeachtet zu bleiben, also vergeblich zu leben. Es gibt Menschen, die schießen vielleicht über das Ziel hinaus, versuchen vieles, um die Furcht vor der Unbedeutendheit zu beenden; und treten lautstark und schrill auf, damit man bemerkt und beachtet wird. Aber vielen fehlen einfach die Kraft und die Möglichkeiten gesehen und beachtet zu werden. Ich denke gerade in dieser Zeit an Senioren und Kinder:
Wer, wie auf dem Bild, seinen Arm hebt und – auf welche Weise auch immer – auf sich aufmerksam macht, zeigt sich und hofft darauf, dass jemand Arm oder Hand ergreift.
Leben heißt beachtet sein. Und auf andere achten. Ich kann jemand sein, der andere sieht. Ich kann Arme und Hände, die sich mir entgegenbeugen oder -strecken, ergreifen, im wirklichen und im übertragenen Sinn. Ich kann, manchmal, jemand sein, der für einen kleinen Augenblick zum Reich Gottes wird. Ich schenke Beachtung; und für einen winzigen Moment schenke ich Lebenssinn. Einem oder einer anderen – zugleich aber auch mir selbst.
Wer auf andere achtet, wird beachtet.
In der Zuwendung zu anderen werden sich Menschen ihrer selbst gewiss.
 
Eine gesegnete Woche

Sieg der Hoffnung über die Trübsal

Anmerkung zum jüdischen Witz und dem Israelsonntag

1
Auf dem Bild geraten die Dinge ein wenig durcheinander; der Herr ganz vorne staunt auch etwas erschrocken. In der recht leeren Kirche ist von einem Pfarrer die Rede. Nehmen wir an, von einem evangelischen Pfarrer. Ein aufgeräumter Herr erklärt einem Ehepaar nebenan, „UNSER PFARRER“ habe einen wunderbaren Humor. Damit könnte es gut sein. Ist es aber nicht. Der Mann von gegenüber will es genau wissen und fragt zurück: IST DER JUDE?
 
Offenbar gibt es die Vorstellung, evangelische Pfarrer oder Pfarrerinnen könnten nur wenig oder keinen Humor haben. Während Juden grundsätzlich immer Humor haben. Das ist natürlich ein Vorurteil. Trotzdem ist das Bild ein Treffer. Es gibt einen fantastischen jüdischen Humor, von dem sich Evangelische und Katholische eine Scheibe abschneiden können.
 
2
Der jüdische Schriftsteller Saul Bellow (1915–2005); Literaturnobelpreisträger im Jahr 1976, hat geschrieben: „Besiegte Menschen neigen zum Witz.“ Damit ist auch der jüdische Humor gekennzeichnet. Bevor Besiegte sich aufgeben, neigen sie zum Witz. Der Witz erhebt sie ein wenig vom Boden, macht sie wieder größer und eine Niederlage erträglicher.
 
Wir wissen, was Juden leiden mussten in den vergangenen Zweitausend Jahren. Und wir wissen, dass Christen daran maßgebenden Anteil hatten. Darüber hat die Geschichte schon mehrfach geurteilt – und Gott wird auch noch urteilen. Das jahrhundertelange christliche Gerede von der „Schuld der Juden“ am Schicksal Jesu hat zu grausamster Verfolgung der Juden geführt. Im Jahr 2020 sind viele Menschen immer noch nicht frei davon, Juden für das „Unglück der Welt“ verantwortlich zu machen. Und wären es nicht die Juden, fänden sie andere Schuldige. Offenbar gibt es nie ein Entkommen aus dieser Falle: Wer sich selbst nicht ansehen will, sucht sich Gegner. Der Dummheit scheinen dabei in keine Richtung Grenzen gesetzt.
 
Wir dürfen da niemals mitmachen. Wir tragen schwer genug an der Zeit des sogenannten Dritten Reichs. Darum bekennen wir uns vorbehaltlos zur Geschwisterschaft mit jüdisch gläubigen Menschen. Und genießen ihren Witz.
 
3
Ein herrlicher Witz geht so: Zwei Rabbiner disputieren bis in die tiefe Nacht über die Existenz Gottes. Mit allerlei Bibel- und Talmud-Stellen beweisen sie sich ohne jeden Zweifel, dass es Gott nicht gibt. Als der Tag anbricht, macht sich der eine Rabbi in die Synagoge auf. Der andere sagt verblüfft: „Ich dachte, wir hätten uns gestern geeinigt, es gibt keinen Gott.“ – „Ja“, sagt der eine, „aber was hat das mit dem Morgengebet zu tun?“
 
Man gibt nicht auf, nur weil man sich aufgegeben fühlt. Man betet, auch wenn man das Gegenüber nicht sieht oder nicht fühlt. Man hält die Ordnung ein, auch wenn man ihren Sinn nicht immer erkennt. In diesem Witz ist eine tiefe Wahrheit. Die heißt: Manchmal kann der Brauch wichtiger sein als sein Inhalt. Manchmal muss man den abwesenden Gott herbeizwingen durch Einhaltung der Regel. Eine tiefe jüdische Wahrheit, die zu einer christlichen werden darf.
 
4
Und noch ein Witz, der uns beim Leben und Glauben helfen will:
 
Gott beschließt, eine neue Sintflut zu schicken. Vorher informiert er die Abgesandten der drei Religionen: „Genug ist genug! In drei Tagen ist es vorbei mit der Menschheit!“
Der Papst sagt nach der Rückkehr zu seinen Schäflein: „Hüllt euch in Sack und Asche und tut Buße; das Ende naht.“ Der evangelische Bischof sagt den Seinen: „Uns bleibt nur noch das inbrünstige Bitten um Gnade, damit ER uns erhöre und das furchtbare Schicksal von uns abwende.“ Und der Oberrabbiner spricht zu seiner Gemeinde: „Juden, wir haben noch 72 Stunden Zeit, um zu lernen, wie man unter Wasser lebt.“
 
Während die Christen in Gebet und Wehklagen versinken, lernen die Juden einfach eine andere Art Leben. Während die Christen in ihrer Klage verharren, beschwören die Juden ihr Fünkchen Hoffnung. Es ist ihnen nicht wichtig, ob die Hoffnung sie tragen wird; es ist nur wichtig, dass es überhaupt noch eine Hoffnung gibt.
 
5
Der Witz ist ein Sieg der Hoffnung über die Trübsal. Wer lacht, besiegt seinen Schmerz. Jedenfalls für diesen Augenblick. Und fühlt sich ein wenig stärker als der Schmerz. Gott schenke uns die Gnade des Witzes – und das Lachen über uns und die Umstände.
 
Jeder Witz zeigt die Hoffnung auf ein Überleben.

Eine hoffnungsvolle Woche wünschen Ihnen

Arno Wittekind, Christine Rosner, Dominik Kettling und Johannes Ditthardt

Gott will uns nach Hause bringen

 
1
Rembrandt gilt als Maler der Emotionen, der in seinen Werken komplexe Gemütsbewegungen der Figuren darzustellen vermochte. In dieser Weise hat er auch den Propheten Jeremia gemalt, wie er über die Zerstörung Jerusalems im Jahre 587 vor Christus trauert.
 
Jerusalem war der Ort der Gegenwart Gottes für das Volk Israel, der Tempel Gottes Wohnsitz auf Erden. Von diesem Jerusalem sollte Heil und Frieden für die ganze Welt ausgehen. Doch Jeremia sah etwas anderes voraus. Die Gottesdienste waren keine Zeiten, in denen Menschen Gott begegneten, sondern wirkten wie Schauspiele, bei denen man als Zuschauer dabei war, aber für sein eigenes Leben keine Konsequenzen zog. So sagte Jeremia Gottes Urteil über diese Gottesdienste den Verantwortlichen im Tempel: „Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort.“ (Jeremia 7,3)
 
Jetzt erlebt Jeremia die Zerstörung der Hauptstadt, die goldenen Tempelgefäße liegen zerbrochen neben ihm. Rauch steigt aus den Ruinen auf. Jeremias Augen sehen gar nicht hin auf die Zerstörung. Aber seine Trauer, Verzweiflung und Erschöpfung darüber sind auf seinem Gesicht abzulesen. Es ist geradezu ein Spiegel der Ereignisse.
 
2
Das Buch des Propheten Jeremia ist einzigartig. Keine andere Prophetengestalt im Alten Testament wird so eindrücklich beschrieben – mit ihren inneren Kämpfen, den Niederlagen, dem Frust. Jeremia beschreibt schonungslos, wie er an seinem Amt als Sprecher Gottes leidet. Gott gegenüber nimmt er kein Blatt vor den Mund. In Klagegedichten, die über die Kapitel 11-20 verstreut sind, wendet sich Jeremia direkt an Gott und hadert mit ihm – er will seinen Auftrag nicht ausführen und spürt doch Gottes Wort in sich wie brennendes Feuer.
Jeremia liebt sein Volk und leidet deshalb unter dem Auftrag, seinem Volk Unheil zu verkündigen. Jeremia selbst, sein Ringen und Leiden werden zum Bild dafür, wie sehr Gott selbst unter dem Ungehorsam des Volkes leidet, wie schwer es Gott fällt, keinen anderen Weg zu haben, das Volk auf den rechten Weg zu bringen, als durch Unheil, Krieg und Untergang hindurch.
 
3
Jeremia ist eine tragische Persönlichkeit. Er wurde von seiner Sendung zerrissen und konnte sich ihr doch nicht entziehen. Zeit seines Lebens ist er an seiner Sendung gescheitert. Nach seinem Tod aber entfaltete seine Botschaft, die im nun biblischen Buch Jeremia gesammelt und ausgedeutet wurde, eine ungeheure Wirkung.
 
Jeremia hat das nicht mehr erlebt. Er hatte das Ende der Geschichte Israels vor Augen und ein Heil, das in unendlicher Ferne lag. Aber seine Worte blieben erhalten und waren dem Gottesvolk Anlass, die eigene Geschichte als Folge eigener Schuld, aber eben und trotz allem nicht als Geschichte der Gottverlassenheit zu begreifen.
 
Wer die Botschaft und das Geschick Jesu Christi verstehen will, darf das Alte Testament nie außer Acht lassen. Jesus und Jeremia gehören in die Reihe der Gotteszeugen, die am Auftrag ihrer Verkündigung auch im Leiden festgehalten haben.
 
In ihren Gesichtern lese ich von Gott, der selbst mitleidet mit seinem Volk, mit seinen Menschen. In ihren Gesichtern lese ich, wie unendlich schwer es für Gott ist, uns nach Hause zu bringen. Aber er tut es.


Eine gute Woche wünsche Ihnen

Arno Wittekind, Christine Rosner, Dominik Kettling und Johannes Ditthardt

Beobachtung

Im Dortmunder Zoo. Viele Zoobesucher werfen nur einen flüchtigen Blick auf die Tiere und gehen schnell weiter. Wir stehen eine halbe Stunde am Gehege der Trampeltiere und beobachten sie. Drei weibliche und ein männliches Tier. Wir erkennen den Hengst Kaspar an seinem breiten Kopf und dem prächtigen schwarzen Fellkranz, der seinen Hals runter läuft. Interessiert er sich für die Stute Ute? Nein, es sieht so aus, als mache er Dilara den Hof. Jetzt wird es spannend. Die Tiere stehen immer mal wieder auf und legen sich wieder hin. Das sieht dann aus, als ob ein großes schwankendes Schiff in Seenot gerät und dann auf Grund läuft. Komisch, seht mal die Knie, die knicken ja falsch rum ab, das sieht aus wie bei einer Ziehharmonika! Wir vergleichen unsere Beine mit denen der Trampeltiere. Aha, das ist nicht das Knie, sondern es wird wohl das Sprunggelenk sein – darum sieht es so aus, als ob das Trampeltier zwei Knie hat.
Können wir noch richtig hinsehen, beobachten, wahrnehmen?
Als die Pharisäer von Jesus ein Zeichen forderten entgegnete er ihnen: „Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot. Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels wisst ihr zu urteilen, über die Zeichen der Zeit aber könnt ihr nicht urteilen?“ (Mt 16,2.3)
Manchmal fürchte ich, dass wir es verlernen, die Zeichen der Natur zu sehen, zu lesen und zu deuten. Die vielen Anzeichen des von uns Menschen verursachten Klimawandels, vor dem viele lieber die Augen zumachen. Vielleicht auch die Zeichen des eigenen Körpers, der nach mehr Bewegung, einer anderen Ernährung oder mehr Ruhe schreit. Jesus bringt beides zusammen: Die Fähigkeit die Natur zu beobachten und zu verstehen und die Fähigkeit auf „die Zeichen der Zeit“, die vom Anbruch des Reiches Gottes erzählen, zu achten. Wenn wir wach sind für die natürlichen Zeichen der Natur, wird auch unser geistiges Auge geschärft für die himmlischen Zeichen Gottes, die Tag für Tag geschehen!
(gepostet von Christine Rosner)

Die Kleine Rose

Wer an unserem Pfarrhaus im Brückenweg vorbei geht, sieht einen Vorgarten, der in einem stabilen Gleichgewicht zwischen Kultivierung und Verwilderung vor sich hinwächst. Nur manchmal greifen wir ordnend ein, wenn Ackerwinde sich über die anderen Pflanzen legt, oder eine Pflanzenart den anderen den Raum nehmen will. Einige Menschen denken bestimmt, das Pfarrehepaar könnte mehr Mühe in die Pflege seines Vorgartens investieren. Die Insekten aber lieben ihn, wie wir nach einem Tag im Garten immer wieder leidvoll an der Zahl der Mückenstiche feststellen können.
Letztens machten wir eine überraschende Entdeckung. Wir waren dabei, vertrocknete Blumen und unerwünschte Gräser zu entfernen, da begegnete uns eine winzige Rosenpflanze. Vor Jahren hatten wir einige Rosen in den Vorgarten gesetzt, von denen die meisten sich prächtig entwickelt hatten, aber diese Rose war winzig geblieben, und hatte unter den anderen Blumen ein Schattendasein geführt. Kein Blatt und keine Blüte waren an ihr zu sehen.
Wir entschieden, sie freizulegen und zu sehen, was passieren würde. Und die Entdeckung wurde zur Sensation. Sie begann zu blühen. Erst eine dann zwei winzige Blüten trauten sich ans Tageslicht. Auch einige Blätter trieben aus. Zwischen den anderen großen Rosenbüschen ist sie immer noch kaum wahrzunehmen, aber sie hat alles, was eine Rosenpflanze ausmacht. Und wir sind gespannt, wie sie sich entwickeln wird, wenn sie den Raum bekommt, den sie braucht.
Eine ähnliche Erfahrung machen wir Menschen, wenn wir in der Nähe Gottes sind. Er legt behutsam unsere Persönlichkeit frei und bringt sie ans Licht. Wir schämen uns vielleicht, da wir wenig vorzeigbar und verletzlich sind. Wir haben uns daran gewöhnt, mit unseren Gefühlen ein Leben im Versteck zu führen. Doch einmal ans Licht gebracht, stellen wir fest: In uns ist noch alles, was wir brauchen, um ein wenig grünen und blühen zu können.
„Wer von euch allen der Kleinste ist, der ist groß!
(gepostet von Arno Wittekind)